Vektor: Quickstart-Guide Mathematik: Unterschied zwischen den Versionen

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Du bist neu an der Uni, hast dich für Mathe eingeschrieben und keine Ahnung, was du jetzt machen sollst? Dann bist du wenigstens hier richtig...
== Quickstart-Guide für angehende Mathematiker ==


'''VEKTOR''' verstauben lassen? Alle Infos schon wieder vergessen? Und jetzt auf'm letzten Drücker reingucken?
== [[Vektor:Stundenplanerstellung|Stundenplanerstellung]] ==


Stopp: Keine Panik - Ruhe bewahren!
Zuerst solltest du deinen persönlichen Vorlesungsplan erstellen. Hierzu musst du das [http://univis.uni-kiel.de '''UnivIS''' (Informationssystem der Universität Kiel)] aufrufen.
Folgende Veranstaltungen solltest du nun ins Auge fassen:


Wer jetzt allerdings nicht mal weiß, was eine Uni oder eine Vorlesung ist, dem können wir hier leider auch nicht mehr helfen. Dann sollte man den kompletten '''VEKTOR''' lesen oder noch auf dicke Schinken a la „Jetzt studiere ich!“ verweisen (die sind alle schlecht und nicht immer objektiv).
* '''Analysis I''' (VL + Ü = Vorlesung und Übung)
* '''Lineare Algebra I''' (VL + Ü)


Erstmal deinen persönlichen Vorlesungsplan erstellen, damit du überhaupt
Tippe einfach den entsprechenden Veranstaltungstitel bei der Lehrveranstaltungssuche ein. Dann musst du nur noch die richtige Veranstaltung anklicken und sie deiner Sammlung hinzufügen, indem du das kleine Stundenplan-Icon anklickst. Schließlich kannst du dir deinen Stundenplan im Querformat ausgeben lassen und ausdrucken (verwende hierbei möglichst nicht die "zurück gehen" Option deines Browsers, da sonst der gespeicherte Stundenplan gelöscht wird).
deine Vorlesungen/Übungen/Praktika findest. Die Hauptschwierigkeit ist
dabei das UnivIS (so heißt unser Stundenplan-Zusammenklick-und-mehr-System) zu
finden. [http://univis.uni-kiel.de].
Das jetzt zu erklären füllt zu viele Seiten. Frag mal Leute in höheren
Semestern oder die Fachschaft (die haben dieses hübsche Heft für dich geschrieben). Keine Angst - das ist eigentlich ganz leicht. Bist ja Informatiker (oder möchtest es zumindest werden).


Falls du keinen Internetzugang haben solltest (das ist für Informatiker schlecht), so sind im Hochhaus einige PCs aufgestellt, mit denen man schon mal zusammenklicken kann. Allerdings muss man auf den Luxus des Druckens verzichten …
Zusätzlich musst du ein '''Neben- oder Zweitfach''' studieren. Auch hierfür sind im UnivIS entsprechende Vorlesungen, Übungen und/oder Seminare zu belegen. In diesem Quickstart-Guide wollen wir uns allerdings auf die Mathematik beschränken. Weiterführende Informationen zum Studienplan und möglichen Nebenfächern findest du auf der Website vom [http://www.math.uni-kiel.de/de/einrichtungen-und-gremien/pruefungsamt Prüfungsamt des Mathematischen Seminars].


Alternativ soll es bei Weiland in der Mensa ein Papierverzeichnis geben. Vielleicht ist es auch schon abgeschafft (der Autor dieses Textes hat es noch nie benutzt).
== Studium ==


Folgende Veranstaltungen solltest du ins Auge fassen:
Das Mathematik-Studium besteht im Wesentlichen aus


* Informatik I mit Übung
* Vorlesungen,
* Systemorientierte Informatik I mit Übung
* eigenständiger Bearbeitung von Übungsaufgaben (diese werden normalerweise wöchentlich in den Vorlesungen bzw. auf der Vorlesungs-Website ausgegeben),
* Programmierpraktikum I
* Besprechung der Übungsaufgaben in '''Übungsgruppen''' (Kleingruppen, die in der Regel von einem [[Vektor:Was ist ein HiWi?|Hiwi]] geleitet werden).
* Mathe für Informatiker I mit Übung


Also gaaanz einfach: Alles mit der 1 dahinter. Sommersemester nehmen alle Fächer mit der 2. Danach wundert man sich im Regelfall, dass man so wenig Stunden hat und möchte gerne noch mehr Fächer belegen, um auf
Im UnivIS sind zu jeder Veranstaltung in der Regel mehrere Übungstermine angegeben, nämlich zu jeder solchen Übungsgruppe ein Termin. Du musst nur genau eine solche Übungsgruppe besuchen. Die Einteilung in diese Gruppen findet meistens in der ersten Vorlesung statt. Falls du diese '''Anmeldung''' verpasst hast, frage einfach beim Professor oder seinem Assistenten nach. Zur Vorlesung musst du dich nicht anmelden, aber auf jeden Fall hingehen, sonst ist das Studium bald beendet. Anwesenheitspflicht besteht allerdings nur in den Übungen.
Schulstundenplanausmaße zu kommen. Schön, dass du so motiviert bist - unter chronischer Unterauslastung wirst du aber nicht unbedingt leiden. Mach dir gleich nen zweiten Plan, wo nur das draufsteht, was hier angegeben ist. Pläne bei denen sehr viel durchgestrichen ist, machen sich einfach schlecht an der Pinnwand. Uni und Schule sind halt zwei verschiedene Welten.


Jetzt der nächste Schritt. Das Nebenfach! Lust auf friesische Philologie? Nein? Oder Archäologie? Keine Angst, wer Lust hat kann so was irgendwo beantragen. Aber wer will das schon und außerdem hast du zu wenig Zeit, denn du liest den Quickstart-Guide. Die Informatik bietet von Haus aus nur vernünftige Fächer an. Wie du dein Nebenfach findest? Du gehst zum Prüfungsamt. Das ist im Hochhaus weit oben (siehe Hinweis an den Fahrstühlen). Dort gibt es so einen Studienführer Informatik. Konkret interessiert dich die Nebenfachauswahl. Wer faul ist oder unter chronischem Geldmangel leidet, für den gibt es das Heft online (steht auf der Fachschaftsseite). Dort sucht man sich eines aus (Es gibt ganze vier Stück - Recht der neuen Medien, BWL, Elektrotechnik und Psychologie.). Dann wählst du dir von deinem Nebenfach eine Vorlesung aus. Macht euch dabei Gedanken. Es hat wenig Sinn z.B. Grundgebiete der E-Technik III vor I zu hören. Kann sein, dass das darauf aufbaut. 2-Fach-Bachelor haben dieses Problem schon bei der Einschreibung gelöst. Wichtig für alle: Das Nebenfach gehört natürlich auch auf den Stundenplan. Da kann man dann sein Gewissen beruhigen und kommt da auf die
== Mit wenig Aufwand zum Ziel ==
Schulplanausmaße. Manchmal aber auch nicht …


Fast durch! Du hast die wichtigsten Sachen hinter dir. Jetzt noch Kleinkrams. Es reicht nicht, einfach zu den Veranstaltungen zu gehen. Man muss sich für diese auch anmelden. Da bekommt ihr recht schnell mit, wie das geht (Einführung gibt es meistens in einer der ersten Vorlesungen). Nur die Mathematiker fallen aus den Rahmen. Die haben Aversionen gegen elektronische Anmeldesysteme und sind noch Fans von Zettel, Stift und Papier. Wer also die erste Mathe-Vorlesung verpasst, kann den Wunschzettel nicht ausfüllen und der Matheprof zaubert einem dann die allseits beliebten Freitagnachmittagsübungen aus dem Hut. Das Leben ist hart aber gerecht … Halt nicht mehr Schule …
In diesem Absatz findest du einige nützliche Hinweise, wie du ohne großen Arbeitsaufwand dein Studium angehen kannst!
 
Du hast ja eh nur zwei Vorlesungen, das ist schon mal gut. Das Wichtigste ist, dass du dir einen kompetenten Abgabepartner für die Aufgaben suchst, der wesentlich mehr Ahnung hat als du. Ist dein Abgabepartner nicht fleißig genug, jede Woche pro Blatt 10 Stunden Arbeitszeit zu investieren, dann könnte er nach Weihnachten sein Studium abbrechen und nicht mehr für dich die Aufgaben erledigen. Fängt die Klausur an, don’t panic; Du hast die Zulassung, das heißt, du warst über das ganze Semester fleißig genug, um die Klausur nochmal schreiben zu dürfen! Genauso wie die anderen 70%, die so gedacht haben wie du.
Wo wir gerade bei Übungen sind. Dort erhaltet ihr für jedes Fach einen Übungszettel - früher nannte man das einfach Hausaufgaben. Wie das nun mal ist, Hausaufgaben waren schon immer doof, werden also nicht gemacht oder scheinen so einfach zu sein, dass man sie in ner halben Stunde gemacht sind. Für die ersten zwei Zettel im Semester trifft das zu, dann aber stellt sich schnell der Effekt ein, dass man zum Zeitpunkt der Abgabe immer noch ein leeres Blatt vor sich liegen hat. Man könnte ja z.B. auch gleich nach Erhalt damit beginnen …
 
Wie? Du hast keinen PC für die Übungsaufgaben? OK, theoretisch kann man das ganze Studium ohne (das ist kein Witz!) absolvieren. Im Grundausbildungspool (das ist im Informatik-Hauptgebäude) warten ein paar nette Thin-Clients (Bei Wikipedia nachschlagen und hoffen, dass die Erklärung stimmt) auf euch. Die könnt ihr, wenn ihr ein eigenes Benutzerkonto bekommt, auch nutzen (wird euch noch erteilt). Ach ja, nicht zu vergessen, dass wir hier in der Informatik vernünftige Betriebssysteme nutzen. Auf den Clients läuft Solaris (siehe Wikipedia).
 
Hausaufgaben bringen übrigens satt Bonuspunkte und/oder reale Klausurpunkte! Manchmal gibt es dazu auch Kurztests - die sind sehr beliebt ;) - an denen die (Klausur-)Punkte festgemacht werden.
 
Noch was: Den Hefter, den dir die Uni so nett geschenkt hat, sollte man aufbewahren. Jedes Semester heftest du da einen Zettel ein. Dieser ist auch Bestandteil des Leporellos (das Papiersammelsurium, dass du schon erhalten haben könntest). Also schon mal hochoffiziell dokumentieren, äh, einheften. Das brauchst du zur Bachelorprüfungsanmeldung.
 
Sinn des Ganzen ist es am Ende des Semesters eine Modulprüfung zu schreiben. Dafür muss man sich anmelden (ja, anmelden …, anmelden …). Diese Prüfung legt man entweder mündlich (alle Praktika) oder schriftlich (der Rest) ab. Natürlich ist es empfehlenswert, dafür ordentlich zu lernen, weil man nur drei Versuche hat, um diese zu bestehen. Ansonsten war's das mit Informatik studieren! Aber keine Angst, mit Übung ist das zu schaffen und man sollte sich davon nicht abschrecken lassen, sondern es einfach drauf anlegen.
 
So, den restlichen Kram wirst du mit der Zeit rausfinden. Text schlecht? Macht nix, der Rest des
Vektors ist eh besser! Viel Spaß beim Studieren!


Ganz im Ernst:
Das Wort Mathematik bedeutet übersetzt: "Dem Lernen zugehörig sein", also sinngemäß "sein Leben dem Lernen zu verschreiben". Das heißt, dass du wirklich jeden Tag einige Zeit in die Vorlesungsnachbereitung und vor allem in die Bearbeitung der Übungszettel investieren musst. Mathematik ist kein Dödelstudium, die Professoren und HiWis sind gerecht, aber erwarten, dass du dich mindestens 40 Stunden die Woche mit Mathematik beschäftigst! Dann wird das alles aber im 3. Semester zur Gewohnheit und fällt leichter.


[[Category: Vektor]]
[[Category: Vektor]]

Aktuelle Version vom 15. September 2015, 19:26 Uhr

Du bist neu an der Uni, hast dich für Mathe eingeschrieben und keine Ahnung, was du jetzt machen sollst? Dann bist du wenigstens hier richtig...

Stundenplanerstellung

Zuerst solltest du deinen persönlichen Vorlesungsplan erstellen. Hierzu musst du das UnivIS (Informationssystem der Universität Kiel) aufrufen. Folgende Veranstaltungen solltest du nun ins Auge fassen:

  • Analysis I (VL + Ü = Vorlesung und Übung)
  • Lineare Algebra I (VL + Ü)

Tippe einfach den entsprechenden Veranstaltungstitel bei der Lehrveranstaltungssuche ein. Dann musst du nur noch die richtige Veranstaltung anklicken und sie deiner Sammlung hinzufügen, indem du das kleine Stundenplan-Icon anklickst. Schließlich kannst du dir deinen Stundenplan im Querformat ausgeben lassen und ausdrucken (verwende hierbei möglichst nicht die "zurück gehen" Option deines Browsers, da sonst der gespeicherte Stundenplan gelöscht wird).

Zusätzlich musst du ein Neben- oder Zweitfach studieren. Auch hierfür sind im UnivIS entsprechende Vorlesungen, Übungen und/oder Seminare zu belegen. In diesem Quickstart-Guide wollen wir uns allerdings auf die Mathematik beschränken. Weiterführende Informationen zum Studienplan und möglichen Nebenfächern findest du auf der Website vom Prüfungsamt des Mathematischen Seminars.

Studium

Das Mathematik-Studium besteht im Wesentlichen aus

  • Vorlesungen,
  • eigenständiger Bearbeitung von Übungsaufgaben (diese werden normalerweise wöchentlich in den Vorlesungen bzw. auf der Vorlesungs-Website ausgegeben),
  • Besprechung der Übungsaufgaben in Übungsgruppen (Kleingruppen, die in der Regel von einem Hiwi geleitet werden).

Im UnivIS sind zu jeder Veranstaltung in der Regel mehrere Übungstermine angegeben, nämlich zu jeder solchen Übungsgruppe ein Termin. Du musst nur genau eine solche Übungsgruppe besuchen. Die Einteilung in diese Gruppen findet meistens in der ersten Vorlesung statt. Falls du diese Anmeldung verpasst hast, frage einfach beim Professor oder seinem Assistenten nach. Zur Vorlesung musst du dich nicht anmelden, aber auf jeden Fall hingehen, sonst ist das Studium bald beendet. Anwesenheitspflicht besteht allerdings nur in den Übungen.

Mit wenig Aufwand zum Ziel

In diesem Absatz findest du einige nützliche Hinweise, wie du ohne großen Arbeitsaufwand dein Studium angehen kannst! Du hast ja eh nur zwei Vorlesungen, das ist schon mal gut. Das Wichtigste ist, dass du dir einen kompetenten Abgabepartner für die Aufgaben suchst, der wesentlich mehr Ahnung hat als du. Ist dein Abgabepartner nicht fleißig genug, jede Woche pro Blatt 10 Stunden Arbeitszeit zu investieren, dann könnte er nach Weihnachten sein Studium abbrechen und nicht mehr für dich die Aufgaben erledigen. Fängt die Klausur an, don’t panic; Du hast die Zulassung, das heißt, du warst über das ganze Semester fleißig genug, um die Klausur nochmal schreiben zu dürfen! Genauso wie die anderen 70%, die so gedacht haben wie du.

Ganz im Ernst: Das Wort Mathematik bedeutet übersetzt: "Dem Lernen zugehörig sein", also sinngemäß "sein Leben dem Lernen zu verschreiben". Das heißt, dass du wirklich jeden Tag einige Zeit in die Vorlesungsnachbereitung und vor allem in die Bearbeitung der Übungszettel investieren musst. Mathematik ist kein Dödelstudium, die Professoren und HiWis sind gerecht, aber erwarten, dass du dich mindestens 40 Stunden die Woche mit Mathematik beschäftigst! Dann wird das alles aber im 3. Semester zur Gewohnheit und fällt leichter.