Vektor:Quickstart-Guide Informatik

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VEKTOR verstauben lassen? Alle Infos schon wieder vergessen? Und jetzt auf'm letzten Drücker reingucken?

Stopp: Keine Panik – Ruhe bewahren!

Wer jetzt allerdings nicht mal weiß, was eine Uni oder eine Vorlesung ist, dem können wir hier leider auch nicht mehr helfen. Dann sollte man den kompletten VEKTOR lesen oder noch auf dicke Schinken à la „Jetzt studiere ich!“ verweisen (die sind alle schlecht und nicht immer objektiv).

Erstmal deinen persönlichen Vorlesungsplan erstellen, damit du überhaupt deine Vorlesungen/Übungen/Praktika findest. Die Hauptschwierigkeit ist dabei das UnivIS (so heißt unser Stundenplan-Zusammenklick-und-mehr-System) zu finden. Das jetzt zu erklären füllt zu viele Seiten. Frag mal Leute in höheren Semestern oder die Fachschaft (die haben dieses hübsche Heft für dich geschrieben). Keine Angst – das ist eigentlich ganz leicht. Bist ja Informatiker (oder möchtest es zumindest werden).

Falls du keinen Internetzugang haben solltest (das ist für Informatiker schlecht), so sind im Erdgeschoss im Hochhaus (CAP 4) einige PCs aufgestellt, mit denen man den Stundenplan zusammenklicken kann. Allerdings muss man hier auf den Luxus des Druckens verzichten …

Alternativ soll es bei Weiland in der Mensa ein Papierverzeichnis geben. Vielleicht ist es auch schon abgeschafft (der Autor dieses Textes hat es noch nie benutzt).

Folgende Veranstaltungen solltest du ins Auge fassen:

  • Programmierung mit Übung
  • Digitale Systeme mit Übung
  • Einführendes Programmierpraktikum
  • Mathe für Informatiker A mit Übung

Also gaaanz einfach. Danach wundert man sich im Regelfall, dass man so wenig Stunden hat und möchte gerne noch mehr Fächer belegen, um auf Schulstundenplanausmaße zu kommen. Schön, dass du so motiviert bist – unter chronischer Unterauslastung wirst du aber nicht unbedingt leiden. Mach dir gleich nen zweiten Plan, wo nur das draufsteht, was hier angegeben ist. Pläne bei denen sehr viel durchgestrichen ist, machen sich einfach schlecht an der Pinnwand. Uni und Schule sind halt zwei verschiedene Welten.

Jetzt der nächste Schritt. Das Anwendungsgebiet! Lust auf friesische Philologie? Nein? Keine Angst, wer Lust hat kann so was beantragen. Aber wer will das schon und außerdem hast du zu wenig Zeit, denn du liest den Quickstart-Guide. Die Informatik bietet von Haus aus nur vernünftige Fächer an. Wie du dein Anwendungsgebiet findest? Du gehst zur Studienberatung Dort sucht man sich ein Anwendungsgebiet aus (Es sind mittlerweile etliche, zuviele um sie hier aufzuzählen). Dann wählst du dir von deinem Anwendungsgebiet eine Vorlesung aus. Macht euch dabei Gedanken. Es hat wenig Sinn z.B. Grundgebiete der E-Technik III vor I zu hören. Kann sein, dass das darauf aufbaut. 2-Fach-Bachelor haben dieses Problem schon bei der Einschreibung gelöst. Wichtig für alle: Das Anwendungsgebiet gehört natürlich auch auf den Stundenplan. Da kann man dann sein Gewissen beruhigen und kommt da auf die Schulplanausmaße. Manchmal aber auch nicht …

Übrigens, niemand zwingt dich in das Studium in 6 Semestern abzureißen. Manchmal lohnt es, sich ein wenig mehr Zeit zu nehmen. Aber das kriegst du schon mit, wenn es zu viel oder zu wenig ist.

Fast durch! Du hast die wichtigsten Sachen hinter dir. Jetzt noch Kleinkrams. Es reicht nicht, einfach zu den Veranstaltungen zu gehen. Man muss sich für diese auch anmelden. Da bekommt ihr recht schnell mit, wie das geht (Einführung gibt es meistens in einer der ersten Vorlesungen). Nur die Mathematiker fallen aus den Rahmen. Die haben Aversionen gegen elektronische Anmeldesysteme und sind noch Fans von Zettel, Stift und Papier (keine Angst, die Mathematik für Informatiker geht bereits über elektronischen Weg!). Wer also die erste Mathe-Vorlesung verpasst, kann den Wunschzettel nicht ausfüllen und der Matheprof zaubert einem dann die allseits beliebten Freitagnachmittagsübungen aus dem Hut. Das Leben ist hart aber gerecht … Halt nicht mehr Schule …

Nochmal zum Prüfungsamt: Bitte lies dir die Aktuelles Seite vom Prüfungsamt durch, sie ist zuweilen sehr aufschlussreich.

Wo wir gerade bei Übungen waren. Dort erhaltet ihr für jedes Fach einen Übungszettel – früher nannte man das einfach Hausaufgaben. Wie das nun mal ist, Hausaufgaben waren schon immer doof, werden also nicht gemacht oder scheinen so einfach zu sein, dass man sie in ner halben Stunde fertig hat. Für die ersten zwei Zettel im Semester trifft das manchmal zu, dann aber stellt sich schnell der Effekt ein, dass man zum Zeitpunkt der Abgabe immer noch ein leeres Blatt vor sich liegen hat. Man könnte ja z. B. auch gleich nach Erhalt damit beginnen …

Wie? Du hast keinen PC für die Übungsaufgaben? Oh wie schade! Theoretisch kann man das ganze Studium ohne (das ist kein Witz!) absolvieren. Im Grundausbildungspool (das ist im Informatik-Gebäude in der Hermann-Rodewald-Straße) warten ein paar nette Thin-Clients (Bei Wikipedia nachschlagen und hoffen, dass die Erklärung stimmt) auf euch. Die könnt ihr, wenn ihr ein eigenes Benutzerkonto bekommt, auch nutzen (wird euch noch erteilt). Ach ja, nicht zu vergessen, dass wir hier in der Informatik vernünftige Betriebssysteme nutzen. Auf den Clients läuft Solaris (siehe ebenfalls bei Wikipedia).

Hausaufgaben bringen manchmal übrigens satt Bonuspunkte und/oder reale Klausurpunkte! Manchmal gibt es dazu auch Kurztests – die sind sehr beliebt ;) – an denen die (Klausur-)Punkte festgemacht werden.

Noch was: Den Hefter, den dir die Uni so nett geschenkt hat, sollte man aufbewahren. Jedes Semester heftest du da dein Leporello ein.

Sinn des Ganzen ist es am Ende des Semesters ein paar Modulprüfungen zu haben. Dafür muss man sich anmelden (ja, anmelden …, anmelden …). Diese Prüfung legt man entweder mündlich (alle Praktika) oder schriftlich (der Rest) ab. Natürlich ist es empfehlenswert, dafür ordentlich zu lernen, weil man nur drei Versuche hat, um diese zu bestehen. Ansonsten war's das mit Informatik studieren! Aber keine Angst, mit Übung ist das zu schaffen und man sollte sich davon nicht abschrecken lassen. Falls du einmal eine Prüfung versemmelt hast oder der erste Termin dir nicht passte, gibt es am Ende der Semesterferien eine weitere Klausur. Überlege dir gut ob du dort aufschlagen willst oder die Vorlesung nich doch noch einmal nächstes Jahr hören möchtest, denn drei Versuche sind schneller weg als man denkt.

So, den restlichen Kram wirst du mit der Zeit rausfinden. Text schlecht? Macht nix, der Rest des Vektors ist eh besser! Viel Spaß beim Studieren!