Studienorganisation
Planung für Könner
Das Semester hat begonnen und man ist gerade dabei seinen Stundenplan zu erstellen. Hochmotiviert plant man das neue Semester – und der Plan hat die Ausmaße, die man schon von der Schule her kennt.
Leider verschätzen sich einige Leute hin und wieder sehr schnell und wundern sich, das sie von 8 begonnen Modulen nur 2 oder 3 bestehen. Uni ist halt nicht Schule. Ein Blick in das Modulhandbuch genügt und siehe da: Es tauchen in den Modulbeschreibungen Zahlen auf, die die Arbeitsbelastung widerspiegeln (in Stunden notiert).
Die ECTS-Punkte oder der Workload
ECTS ist das europäische System zum Transfer von Leistungspunkten (LP). Es soll die Arbeitsbelastung der Studierenden an allen Hochschulen des europäischen Hochschulraums vergleichbar und anrechenbar machen.
Nehmen wir doch als Beispiel das erste Semester. Dort hört man:
- Programmierung (8 LP – 240 Stunden)
- Mathe A (8 LP – 240 Stunden)
- Digitale Systeme (7 LP – 210 Stunden)
- Einführendes Programmierpraktikum (4 LP – 120 Stunden)
- Anwendungsgebiet (6 LP – 180 Stunden)
Macht 990 Stunden oder 33 LP. Damit wissen wir, dass 1 LP = 30 Stunden sind. Doch orientieren wir uns an Stunden, denn das ist für Menschen greifbarer. Ein Semester Vorlesungszeit umfasst 13 Wochen durchschnittlich. Das macht dann ca. 77 Stunden pro Woche, die man für das Studium aufwenden müsste. Die 60-Stunden-Woche stimmt also leider nicht ganz. Das ist viel – Wie kommt das zustande?
Angenommen wurden 45 Wochen à 40 Stunden, was dann 900 Stunden sind. Also 1800 Stunden pro Jahr oder 900 Stunden pro Semester. 45 Wochen sind jedoch rein willkürlich gewählt. Effektiv sind jedoch 2 * 14 Wochen als Studienzeit pro Jahr vorgesehen. 45 Wochen ist nur in der Annahme zu sehen, dass in den Ferien noch Praktika, Projekte etc. absolviert werden müssen. Das ist in Mathe/Informatik jedoch nur selten der Fall.
Siehe auch
Weblinks
- de.wikipedia.org – Wikipedia zum Thema „European Credit Transfer System“