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Wie alle naturwissenschaftlichen und technischen Studiengänge sind Mathematik und Informatik nicht sehr einfach zu studieren. Gerade bei der Informatik wird gerne der hohe Matheanteil unterschätzt. Viele Studienanfänger beginnen ihr Studium mit den falschen Vorstellungen. Die Meinung, man programmiere ein wenig, friemelt viel mit seinem Linux rum und bastle an seinem PC führt in die Irre. Die Ernüchterung folgt schnell. Mathe ist härter als man denkt und nimmt einen großen Raum in der Informatik ein. Man sollte sich auch vor Augen führen, dass die Informatik aus der Mathematik heraus entsprungen ist. Eigentlich studiert man Mathe!
=== Die Realität ===
Wie alle naturwissenschaftlichen und technischen Studiengänge sind Mathematik und Informatik nicht sehr einfach zu studieren. Gerade bei der Informatik wird gerne der hohe Matheanteil unterschätzt. Viele Studienanfänger beginnen ihr Studium mit den falschen Vorstellungen.  
Die Meinung, man programmiere ein wenig, friemelt viel mit seinem Linux rum und bastle an seinem PC führt in die Irre. Die Ernüchterung folgt schnell. Mathe ist härter als man denkt und nimmt einen großen Raum in der Informatik ein. Man sollte sich auch vor Augen führen, dass die Informatik aus der Mathematik heraus entsprungen ist. Eigentlich studiert man Mathe!


Auch die Mathematik ist vom Irrglauben betroffen. In der Schule hat man ja immer ne Eins gehabt. Ein Klacks, sicher! Doch an der Uni angekommen, stellt man schnell fest, dass deutlich mehr gefordert wird. Da tauchen denn plötzlich Beweise auf und das schon in der ersten Vorlesung. Schnell stellt man fest, dass man den Taschenrechner nicht mehr brauchen wird. Hat man in der Schule keine Beweise gehabt, so wird einem das Rätsel eines Beweises erst durch Nachhaken ersichtlich - erklären wird das keiner.
Auch die Mathematik ist vom Irrglauben betroffen. In der Schule hat man ja immer ne Eins gehabt. Ein Klacks, sicher! Doch an der Uni angekommen, stellt man schnell fest, dass deutlich mehr gefordert wird. Da tauchen denn plötzlich Beweise auf und das schon in der ersten Vorlesung. Schnell stellt man fest, dass man den Taschenrechner nicht mehr brauchen wird. Hat man in der Schule keine Beweise gehabt, so wird einem das Rätsel eines Beweises erst durch Nachhaken ersichtlich - erklären wird das keiner. In der Informatik ist das nicht viel anders!


Irgendwann taucht die Frage auf, was man denn hier an der Uni mache. Gerade angekommen - die ersten Aufgabe, die abgegeben werden müssen - sind relativ bescheiden ausgefallen. Nach spätestens drei Wochen darf man sich auch in der Vorlesung in die erste Reihe setzen ohne sich wie in einer Sardinenbüchse zu fühlen. Doch was würden die anderen gerade machen?
Irgendwann taucht die Frage auf, was man denn hier an der Uni macht. Gerade angekommen - die ersten Aufgaben, die abgegeben werden müssen, sind relativ bescheiden ausgefallen. Nach spätestens drei Wochen darf man sich auch in der Vorlesung in die erste Reihe setzen ohne sich wie in einer Sardinenbüchse zu fühlen. Die Ernüchterung macht sich breit. Doch was würden die anderen gerade machen? Nun sie sind Studienabbrecher!
 
Nun wie viele der Studienabbrecher, hat das Studium offensichtlich nicht gefallen.


=== Studienabbrecher Deutschlandweit ===
=== Studienabbrecher Deutschlandweit ===
In Mathematik ist die Abbrecherquote kontinuierlich gestiegen. Von 12% des Absolventenjahrgangs 1999 auf 31% des Jahrgangs 2006 ist die Zahl stetig gestiegen. In Informatik ist von 1999 bis 2004 die Abbrecherquote relativ konstant bei an die 40%. Die letzte Erhebung 2006 verzeichnet jedoch einen leichten Rückgang auf 32%. Ein Ausrutscher? Fehler in der Statistik? Dieses gilt noch abzuwarten.
In der Mathematik ist die Abbrecherquote kontinuierlich gestiegen. Von 12% des Absolventenjahrgangs 1999 auf 31% des Jahrgangs 2006 ist die Zahl der Abbrecher stetig gestiegen. In Informatik ist von 1994 bis 2004 die Abbrecherquote relativ konstant bei an die 40%. Die letzte Erhebung 2006 verzeichnet jedoch einen leichten Rückgang auf 32%.


Wieso in der Mathematik
=== Studienabbrecher in Kiel ===

Version vom 1. Mai 2009, 00:34 Uhr

Die Realität

Wie alle naturwissenschaftlichen und technischen Studiengänge sind Mathematik und Informatik nicht sehr einfach zu studieren. Gerade bei der Informatik wird gerne der hohe Matheanteil unterschätzt. Viele Studienanfänger beginnen ihr Studium mit den falschen Vorstellungen. Die Meinung, man programmiere ein wenig, friemelt viel mit seinem Linux rum und bastle an seinem PC führt in die Irre. Die Ernüchterung folgt schnell. Mathe ist härter als man denkt und nimmt einen großen Raum in der Informatik ein. Man sollte sich auch vor Augen führen, dass die Informatik aus der Mathematik heraus entsprungen ist. Eigentlich studiert man Mathe!

Auch die Mathematik ist vom Irrglauben betroffen. In der Schule hat man ja immer ne Eins gehabt. Ein Klacks, sicher! Doch an der Uni angekommen, stellt man schnell fest, dass deutlich mehr gefordert wird. Da tauchen denn plötzlich Beweise auf und das schon in der ersten Vorlesung. Schnell stellt man fest, dass man den Taschenrechner nicht mehr brauchen wird. Hat man in der Schule keine Beweise gehabt, so wird einem das Rätsel eines Beweises erst durch Nachhaken ersichtlich - erklären wird das keiner. In der Informatik ist das nicht viel anders!

Irgendwann taucht die Frage auf, was man denn hier an der Uni macht. Gerade angekommen - die ersten Aufgaben, die abgegeben werden müssen, sind relativ bescheiden ausgefallen. Nach spätestens drei Wochen darf man sich auch in der Vorlesung in die erste Reihe setzen ohne sich wie in einer Sardinenbüchse zu fühlen. Die Ernüchterung macht sich breit. Doch was würden die anderen gerade machen? Nun sie sind Studienabbrecher!

Studienabbrecher Deutschlandweit

In der Mathematik ist die Abbrecherquote kontinuierlich gestiegen. Von 12% des Absolventenjahrgangs 1999 auf 31% des Jahrgangs 2006 ist die Zahl der Abbrecher stetig gestiegen. In Informatik ist von 1994 bis 2004 die Abbrecherquote relativ konstant bei an die 40%. Die letzte Erhebung 2006 verzeichnet jedoch einen leichten Rückgang auf 32%.

Studienabbrecher in Kiel