Vektor:Informatikstudium

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Inhaltsverzeichnis

Das Bachelorstudium

Zu einem Informatikstudium gehört – insbesondere im Pflichtbereich – eine Menge Mathematik und Theorie. Euren Wahlpflichtbereich könnt ihr dann eher nach euren Vorstellungen gestalten. Das hat zur Folge, dass ihr besonders in den ersten beiden Semestern nicht zu viel Langeweile haben werdet. Das gibt sich aber mit der Zeit.

Stundenplan

Fangen wir mit dem wichtigsten Teil an, eurem Stundenplan für euer erstes Semester (Stand August 2011 – Änderungen möglich):

Zeit Mo Di Mi Do Fr
08.15 - 9.45 Programmierung
10.15 - 11.45 Programmierung Grundlagen und diskrete Strukturen (Mathe A) Grundlagen und diskrete Strukturen (Mathe A)
12.15 - 13.45 Digitale Systeme Übung Digitale Systeme Einführendes Programmierpraktikum Übung Mathe A
14.15 - 15.45 Digitale Systeme
16.15 - 17.45 Übung Prog
18.15 - 19.45

Die Veranstaltung Programmierung wird von Prof. Dr. Michael Hanus (Arbeitsgruppe Programmiersprachen und Übersetzerkonstruktion), Digitale Systeme von Prof. Dr. Manfred Schimmler (Arbeitsgruppe Technische Informatik) gehalten. Der Dozent der Vorlesung Mathematik für Informatiker A wird Prof. Dr. Rudolf Berghammer sein. Zusätzlich gibt es noch das einführende Programmierpraktikum, das erst etwa Weihnachten beginnen wird.

Zu den Vorlesungen gibt es jeweils Übungen, von denen ihr genau eine pro Vorlesung besuchen müsst. Die Zuordnung der Räume und die Uhrzeiten könnten sich noch ändern, ein Blick ins UnivIS vor der ersten Veranstaltung kann daher nicht schaden. Dort ist auch der Stundenplan zusammenklickbar. Wenn ihr mehr über das UnivIS wissen wollt (und noch ein bisschen mehr), kommt zu unserer Orientierungseinheit.

Anmeldungen

Die Anmeldung zu den Übungen zu Programmierung und Digitale Systeme findet vor Ort elektronisch statt. In diesem Zuge erhält man auch ein Benutzerkonto (inkl. E-Mail-Adresse) für das Rechnernetz der Informatik. Der Termin wird in der ersten Veranstaltung Programmierung bzw. Digitale Systeme bekannt gegeben. Diese Anmeldung findet im sogenannten Grundausbildungspool (GAP) im Keller der Hermann-Rodewald-Straße 3 statt. Wo wir gerade beim Thema sind: Für die Vorlesungen und Übungen muss man sich in der Informatik in der StudiDB anmelden. Gleiches gilt für Klausuren. Einen Zugang dazu erhaltet ihr in einer der ersten Vorlesungen.

Pflichtbereich

Wir haben nochmal zusammengestellt, was euch im Studium der Informatik alles erwarten wird. Hinzu kommt pro Semester noch das Anwendungsfach mit durchschnittlich 4 bis 5 ECTS-Leistungspunkte (LP). Im gesamten Studium also 180 LP.

Fachsemester 8 LP 7 LP 4 LP 8 LP
1 Programmierung Digitale Systeme Einführendes Programmierpraktikum Mathematik für Informatiker A
2 Algorithmen und Datenstrukturen Organisation und Architektur von Rechnern Programmierpraktikum Mathematik für Informatiker B
3 Softwaretechnik Betriebssysteme Hardwarepraktikum Mathematik für Informatiker C
4 Wahlpflicht (bereichsunabhängig) Fortgeschrittene Programmierung Softwareprojekt (5 LP) Logik in der Informatik
5 Informationssysteme Kommunikationssysteme Wahlpflicht (bereichsunabhängig) Theoretische Grundlagen der Informatik
6 Wahlpflicht (bereichsunabhängig) Abschlussmodul mit Bachelorarbeit (15 LP) Seminar Wahlpflicht (bereichsunabhängig)

Prüfungen

Ihr dürft an jeder Prüfung maximal 3-mal teilnehmen. Für eine Teilnahme ist eine rechtzeitige Anmeldung über die StudiDB erforderlich. Eine Prüfung kann mündlich erfolgen, wie bei allen Praktika und dem Softwareprojekt der Fall ist, oder aber auch schriftlich über eine Klausur oder über eine Hausaufgabe.

„Sitzenbleiben“

Habt ihr aus jeder Kategorie der Tabelle in den ersten beiden Semester mindestens ein Modul bestanden, so dürft ihr an den Aufbaumodulen des dritten und vierten Semesters teilnehmen. Ansonsten müsst ihr solange warten, bis ihr diese Voraussetzung erfüllt habt – auf Antrag kann man jedoch schon Aufbaumodule besuchen. Bei Programmierpraktika gilt diese Regelung nicht. Wer sein Studium in der Regelstudienzeit beendet, kann sich schlechte Module im Gesamtwert von 18 LP streichen lassen.

Anwendungsfach

Das Anwendungsfach nimmt verglichen mit anderen Unis einen erheblichen Raum ein. Je nach Fach müsst ihr dabei bestimmte Vorlesungen, Seminare und/oder Praktika zu festgelegten Zeiten absolvieren, oder es genügt irgendwann eine bestimmte Anzahl von Modulprüfungen zu machen.

Momentan liegt ein breites Angebot an Wahlmöglichkeiten vor. Bei starkem Interesse für ein anderes Anwendungsfach kann sich auch hier der Weg zum Studienberater (Herrn Simon) lohnen, denn nahezu jedes andere Fach kann man sich als Anwendungsfach genehmigen lassen.

Informatik im Sommersemester

Du gehörst zu denen, die zum Sommersemester beginnen? Dann ist dieser Artikel für dich relevant. Alle anderen können weiterblättern.

Mit Einführung des Bachelorabschlusses in Informatik an der Uni Kiel ist auch der Studienbeginn zum Sommersemester möglich geworden. Daraus resultiert ein leicht veränderter Studienplan.

Fachsemester 8 LP 7 LP 4 LP 8 LP
1 Algorithmen und Datenstrukturen Organisation und Architektur von Rechnern Programmierpraktikum Mathematik für Informatiker A
2 Programmierung Digitale Systeme Einführendes Programmierpraktikum Softwaretechnik
3 Wahlpflicht (bereichsunabhängig) Fortgeschrittene Programmierung Softwareprojekt (5 LP) Mathematik für Informatiker B
4 Softwaretechnik Betriebssysteme Hardwarepraktikum Mathematik für Informatiker C

siehe auch: http://www.informatik.uni-kiel.de/ifi/studium-lehre/informatik/bachelor/informatik-studienbeginn-im-sommersemester/

Was erwartet mich im ersten Semester? Die Vorlesung „Algorithmen und Datenstrukturen“ wird in der Regel von Prof. Klaus Jansen (Arbeitsgruppe Theorie der Parallelität) oder von Prof. Thomas Wilke (Arbeitsgruppe Theoretische Informatik) gehalten. Inhalte sind hier z.B. Arrays, verkettete Listen oder Bäume und die dazugehörigen Such- und Sortieralgorithmen. Aufgaben dazu gibt es in den Übungen. Am Ende der Veranstaltung erwartet dich eine Klausur.

Die Vorlesung „Architektur und Organisation von Rechnern“ wird in der Regel von Prof. Reinhard von Hanxleden (Arbeitsgruppe Eingebettete Systeme) gehalten. Angesprochen wird hier die Organisation und Architektur von Rechnern, d.h. wie funktioniert ein Prozessor, Auseinandersetzung mit den Maschinenbefehlen (Assembler), Aufbau eines eigenen Prozessors und Optimierungen auf Schaltungsebene. Auch hier erwartet dich eine Übung pro Woche mit Hausaufgaben. Diese bestehen nicht nur aus Übungszetteln, sondern auch aus sogenannten „Labs“. Das sind im Grunde genommen größere Hausaufgaben, die über 2–4 Wochen erteilt werden und essentiell für die Klausur am Ende des Semesters sind.

Das Programmierpraktikum wird für gewöhnlich von Prof. Slawig (Algorithmische Optimale Steuerung - CO2-Aufnahme des Meeres) veranstaltet. Dieses besteht i.d.R. aus einer Vorlesung pro Woche und entsprechenden Übungseinheiten. Sinn und Zweck ist hier die Programmiersprache Java zu erlernen, sowie teilweise auch den Stoff der „Algorithmen und Datenstrukturen“-Vorlesung praktisch anzuwenden. Meist wird hier an einem Projekt gearbeitet, dass in Meilensteine gegliedert ist. Diese werden dann abgenommen (Handhabung je nach Assistent). Wichtig ist hier der letzte Meilenstein. Er ist die mündliche Modulprüfung am Ende des Semesters.

Hilfreiche Literatur für Sommersemesterstarter

Skript Digitale Systeme wenn „Organisation und Architektur von Rechnern“ Probleme bereitet.

Skript der alten Informatik I („Programmierung“) zum Nachschlagen von Induktion, Bäumen und Definitionen.

Nebenfach

Wie funktioniert das?

Ihr nehmt jeweils an den Veranstaltungen des betreffenden Instituts teil. Im Allgemeinen sitzen da dann die entsprechenden Hauptfachstudierenden und noch ein paar Leute wie ihr, die das „nur nebenbei“ machen wollen. Das ist anfangs gewöhnungsbedürftig, weil „die anderen immer mehr wissen“. Aber so wild ist das langfristig gesehen auch nicht. Schließlich seid ihr auch nicht allein mit diesem Problem und werdet dann doch schnell merken, dass alles einfacher ist als es zu sein scheint.

Bei der Vielfalt an Fächern reicht der Platz hier nicht für eine vollständige Aufzählung der jeweiligen Vorlesungen und Prüfungsformalitäten. Zudem können wir nicht in allen Fächern bis ins Detail Bescheid wissen. Fragt Menschen! Die meisten Fragen kann euch die Fachschaft beantworten. Gerne hilft euch auch der Studienberater (Herr Simon), den ihr im Hochhaus findet.

Es gibt natürlich in jedem Fach jemanden, der euch z.B. sagt, wo man die „Info/Med-Karte“ kriegt. Die gewährt euch Zutritt zu den heiligen Hallen der Medizin, falls ihr das als Anwendungsfach machen wollt.

Ein paar Fakten wollen wir euch noch mit auf den Weg geben:

BWL oder VWL als Anwendungsfach

In der BWL muss man sich als Teilnahmeberechtigung für Klausuren einen Prüfungsausweis des Studienkollegs BWL in Raum 105 der WiSo-Fakultät, Westring 425, organisieren. Infos gibt es auf der Webseite des Studienkollegs. Ein Passbild ist erforderlich. Auch für VWL ist ein solcher Prüfungsausweis nötig, den man im Prüfungsamt der Informatik bzw. bei Prof. Wrobel in der Mathematik erhält. Anzumerken bleibt, dass es eine Fachbibliothek für Wirtschaftswissenschaften gibt, für die eine (semesterweise) Ausleihberechtigung in den jeweiligen Sekretariaten der Studienkollegs bezogen werden kann.

Fremdsprachenkenntnisse

Vielleicht ist noch ganz interessant für diejenigen, die das nicht so ernst genommen haben mit den Englischkenntnissen, die für das Informatik-Studium vorausgesetzt werden: Kostenlos gibt es regelmäßig Kurse, die ihr im UnivIS findet. Es ist damit zu rechnen, dass die Literatur bereits zu Veranstaltungen des zweiten Semesters nur auf Englisch zu finden sein wird. Darüber hinaus wird kein Mensch euch verbieten, noch mehr bzw. was anderes zu machen – sofern ihr dazu Zeit habt. Es macht Spaß, mal woanders reinzugucken! Wenn die entsprechenden Veranstaltungen nicht gerade überquellen, stellt das auch kein Problem dar.

Das Masterstudium

Der Master-Studiengang Informatik wird an der CAU Kiel seit dem Wintersemester 2005/06 angeboten und umfasst vier Semester, in denen vertiefte Fähigkeiten und Methoden der Informatik vermittelt sowie wissenschaftliche Kenntnisse erweitert und verfestigt werden sollen. Die Lehrveranstaltungen des Masterprogramms kann man sich aus einem angebotenen Modulkatalog zusammensuchen, was jedoch in Abstimmung mit einem Betreuer (Academic Advisor) geschehen soll.

Auch die Wahl der Module im Anwendungsfach muss mit dieser Kontaktperson abgesprochen werden. Weitere Informationen zu dem Masterstudium, wie auch eine beispielhafte Modulbelegung, findet ihr im Studienführer Anhang A.2 oder beim Fachstudienberater, Herrn Dr. Simon.

Zertifikatsstudium Informatik

Wer nicht Informatik studiert, aber trotzdem nebenbei Informatik-Kenntnisse erlangen oder vertiefen möchte, kann ein Zertifikatsstudium aufnehmen. Dieses dauert durchschnittlich drei bis vier Semester und umfasst zwei aufeinander aufbauende Pflichtmodule Grundlagen und Programmierung, sowie verschiedene weiterführende Wahlmodule aus beispielsweise Informationssysteme, Daten- und Rechnernetze, Internet und Intranetze, Multimediale Systeme und objektorientierte Programmierung. Die Anmeldung zum Zertifikatsstudium erfolgt in der ersten Vorlesungstunde von Informatik für Nebenfächler. Weitere Informationen findet ihr auf der Internetseite des Institut für Informatik im Unterpunkt „Zertifikatsstudium“.

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